Geschichte

Am 1. Juni 1954 eröffnete der Tierpark Cottbus erstmals seine Tore. In wunderschöner Lage zwischen Spree und Branitzer Park war in kürzester Zeit ein Heimattiergarten entstanden, dem Nationales Aufbauwerk und Bürgerengagement maßgeblich zur Seite standen.


(v.l.n.r. : Herr Stender - Architekt Berlin; Herr Frommhold - Tierparkdirektor; Herr Kruse - Architekt Berlin; Herr Klein - Verwaltungsleiter Tierpark; Bild von 1957)
Herr Stender und Herr Kruse projektierten die Stelzvogelwiese.

Unter der Leitung von Dipl.-Biol. Erhard Frommhold (1956-1963) stieg der Cottbuser Tierpark zum staatlich anerkannten Zoo auf – als einer von zunächst acht in der DDR. Nach Dipl.-Biol. Kunz Rauschert (1963-1966) folgte als Direktor Dipl.-Biol. Klaus Jacob (1966-2002), der in den kommenden Jahrzehnten den Park entscheidend prägte.

Mit der Eröffnung des Raubtierhauses 1968 zogen Löwen, Tiger und Bären ein, ein Jahr später, 1969, kam der erste Elefant (Sundali) nach Cottbus. Alsbald versammelten sich auch eine umfangreiche Kollektion an Gänsen, Enten, Störchen und anderen Wasservögeln, für deren erfolgreiche Haltung und Zucht der Cottbuser Tierpark rasch bekannt wurde.



Erstzuchten aus dieser Zeit waren Chileflamingo 1977 und Westafrikanischer Kronenkranich 1979.

Ein Meilenstein deutscher Zoogeschichte war die erste Tagung des wiedervereinten Verbandes Deutscher Zoodirektoren in Ostdeutschland, zu welcher der Tierpark Cottbus 1993 geladen hatte. In der Folge entstanden mit Unterstützung der Stadt Cottbus, verschiedener Firmen und des 1994 gegründeten Tierpark-Fördervereins neue Bauten, so Verwaltungs- und Sozialgebäude (1991), Pinguinfelsen (1993), Haus für Stachelschweine und Erdmännchen (1993), Erweiterung des Stelzvogelhauses (1999), Gibbonhaus (1997).

Als 2002 Klaus Jacob in den Ruhestand trat, wurde sein Nachfolger Dr. med. vet. Jens Kämmerling berufen.